Schnell kann es passieren! Einmal nicht aufgepasst und ein Kind stolpert und schürft sich das Knie auf. Deshalb müssen wir neuen Gruppenleiter immer am Anfang unserer Karriere einen erste Hilfe Kurs absolvieren, um für jeden Notfall gewappnet zu sein. Doch nicht nur wir „Jungen“ bilden uns hier fort, auch die „Älteren“ machen alle zwei Jahre einen Kurs zur Auffrischung. Man mag nämlich gar nicht glauben, wie viel man in dieser kurzen Zeit vielleicht schon nicht mehr so gut parat hat. Somit nahmen fünf Gruppenleiter gemeinsam an einem Erste-Hilfe-Kurs bei den Maltesern in Augsburg teil.

Am Anfang des Tages hatten wir sehr viel Theorie. Hier stand die Anwendung lebensrettender Maßnahmen im Vordergrund, um auf schwere Unfallverletzungen und lebensbedrohliche, akute Erkrankungen reagieren zu können. Die Teilnehmer schlüpften in die Rolle eines Verletzten, damit vermittelte die Kursleiterin praxisorientiert Maßnahmen z. B. bei einem Herz-Kreislaufstillstand, starken Blutungen sowie Hitze- und Kälteschäden.

Hierbei war es auch sehr wichtig, dass wir alle gemeinschaftlich agierten. Am Mittag ging es erst einmal an die frische Luft und einen Döner essen, damit wir danach wieder gestärkt mitdenken konnten. Zum Glück war die Mund-zu-Mund-Beatmung schon am Vormittag erfolgt. Voll motiviert und interessiert ging es bald schon wieder an die Sache, wir lernten einiges über Schocks, Asthma, Sonnenstich und viele weitere sehr interessante Themen. Zum Schluss stand als letztes Themengebiet Wunden und Verbände an, hierbei bekam jeder ein extra Verbandsset zum Üben. Vorbildlich zogen wir uns natürlich alles sofort an, sowohl ein Kopfnetz als auch Gummihandschuhe waren darunter. Bei unserem Anblick konnte sich keiner im Kurs das Lachen verkneifen, selbst die Kursleiterin meinte, wie motiviert wir noch bis zum Schluss sind. Nach genauen Anweisungen durften wir uns schließlich gegenseitig verbinden und wieder verschiedene Szenarien üben. Der Tagesabschluss bestand aus einer Art Prüfung, hierzu bekamen wir in Dreier-Grüppchen eine Szene von den anderen Teilnehmern vorgespielt. Bereits hier zeigte sich, wie wichtig der Tag war, denn man musste die verschiedensten Anzeichen schnell erkennen und richtig reagieren. Alle schafften ihre Situationen zu lösen und sind nun für den Notfall bestens gewappnet.

                                                                                                                                 Dominik Ernst